Das erste Konzept...

wurde im Sommer 2017 erarbeitet. Es ist die Grundlage auf der wir unsere zukünftigen Aktivitäten aufbauen wollen.

 

Visionen... und ein Weg zur Wirklichkeit

 

Die Grundidee, ein "aktives - Kunst - Haus"

Angestrebt wird ein Kunst-u. Kulturhaus in dem Kunstschaffende aller Art die Möglichkeit erhalten, zu arbeiten, zu lernen, sich zu begegnen, sich auszutauschen und auch gemeinsame Projekte ins Leben zu rufen.  Resultate der Arbeit sollen in entsprechenden Räumlichkeiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Verschiedene Interessengruppen könnten hier eine kreative Heimat finden. Das Haus soll ein Haus des Erlebens, Lernens und der Begegnung werden. Aber auch neue innovative Ideen sollen hier ihre Startrampe in die Wirklichkeit finden.

Auch eine geeignete Außenfläche auf der im Bereich Kunsthandwerk oder Skulpturenbau gearbeitet und die in Sommerveranstaltungen miteingebunden werden kann, wäre vorstellbar.

 

Kunst als Sprache einer Gemeinschaft

Kunst muss gelebt werden, dann sorgt sie für Entwicklung und schafft Beziehungen. Kunst zu leben bedeutet, sie zu schaffen, sich mit der künstlerischen Arbeit auseinander zu setzen, und sie am Ende dafür zu nutzen, um etwas in der Außenwelt zu bewegen. Dies braucht seinen Raum, ein Zentrum zu dem sich die Kunstschaffenden aber auch diejenigen, die sich dafür interessieren, zugehörig fühlen. Unser Kunst-Haus soll ein feststehender Anziehungspunkt werden, der dazu dienen soll, einen kulturell positiven Einfluss auf die Gemeinschaft zu nehmen. Der eigenen Arbeit oder Freizeitbeschäftigung einen wertvollen Inhalt, Sinn und gemeinsame Ziele zu geben, gibt dauerhaften Halt und festigt die Bindung zum eigenen sozialen Umfeld und somit zur Heimat. 

 

Gemeinsam macht stark

Künstler, gerade im ländlichen Bereich, fühlen sich oft isoliert in ihrer eigenen Arbeit. Das erschwert die Weiterentwicklung und nimmt der künstlerischen Arbeit einen wichtigen Teil ihres Wirkens. Dieses Wirken künstlerischer und kreativer Arbeit möchten wir gerne für unsere Gemeinde greifbar werden lassen. Dafür brauchen wir Raum und Möglichkeiten. Wir wollen nicht mehr isoliert voneinander arbeiten, sondern Verbindungen eingehen, die unseren Lebensraum stärken und Neues in die Welt bringen. Wir möchten, dass alle von unserem kreativen Gedankengut profitieren können. Kreatives Potenzial wächst dort, wo es gefordert wird.

 

Verbindungen knüpfen

Jugendzentrum: Gruppen von Jugendlichen können die Ateliers besuchen und mit Künstlern gemeinsam Arbeiten und sich mit ihnen austauschen.

 

Schulen/Kindergärten: Die meisten Schulen haben einen Werkraum. Dennoch ist es etwas anderes, in einem echten Künstleratelier zu stehen und mit einem Künstler über Farben und Arbeitsweisen zu diskutieren oder selbst einfach mal als echter Künstler vor der Leinwand zu stehen.  Solche Begegnungen erweitern das eigene Erlebnisfeld enorm und bleiben oft bis weit ins Erwachsenenalter in prägender Erinnerung.

Altenheime/Behindertenzentrum: Auch ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen können mit den Künstlern in Austausch gehen oder mit ihnen arbeiten. Die Atmosphäre in solchen Ateliers wird von den meisten Menschen als befreiend und inspirierend empfunden.

 

Menschen mit Migrationshintergrund/Geflüchtete: Ein kultureller Austausch ist in einem Kunst-Haus fast schon ein "Muss". Viele der Mitbürger ausländischer Herkunft bringen auch Fähigkeiten und Talente mit, die im eigenen Umfeld oder gar einem Flüchtlingsheim nicht gelebt werden können. Hier könnte sich eine Möglichkeit bieten, kultur-und religionsübergreifend zu arbeiten und sich gegenseitig kennen zu lernen. Ein Kunst-Haus ist keine vorrübergehende Veranstaltung, sondern bietet eine kontinuierliche Anlaufstelle für gemeinsame Arbeit, Austausch und Integration.

 

Projekte

Sinn einer gemeinsamen Anlaufstelle für Kreatives und Kunst in Morsbach soll auch sein, Projekte ins Leben rufen zu können, zu denen man sonst, ohne geeignete Räume nicht die Möglichkeit hätte. Künstler sollten sich am Geschehen in der Gesellschaft mit ihrer eigenen Sprache beteiligen und auch Einfluss auf sie nehmen können. Lebendige Demokratie kann viele Farben und Töne haben. Auf diese Weise können auch junge Menschen lernen, sich wieder politisch in die Gesellschaft einzubringen. Durch Projekte wird die Auseinandersetzung mit einem Thema gefördert und am Ende steht im besten Falle eine deutliche Aussage, eine Frage oder ein Anreiz über etwas nachzudenken. Warum nicht Künstler und Kreative in die Lösung von gesellschaftlichen oder politischen Problemen mit einbeziehen?

 

Junge Menschen und Interessengruppen miteinbinden

Anstatt Frust und Aggression an öffentlichen Gegenständen auszulassen, sollen junge Menschen eine Plattform bekommen, ihre Ansichten auf kreative und gezielte Weise zu formulieren.  Ebenso sollen andere Interessengruppen, wie ältere Menschen, Eltern mit Kindern, bestimmte Berufszweige, Selbsthilfegruppen u.v.m zu Wort kommen können. Resultate der Projektarbeit können ausgestellt oder anderweitig öffentlich integriert werden.

 

Jugendgruppe im Künstlerverein?

Ist der Künstlerverein in Morsbach einmal etabliert und herangewachsen, wird sich mit der Zeit herausstellen, wo seine Schwerpunkte liegen. Es wäre denkbar, im Verein eine Jugendgruppe zu integrieren. Dadurch soll der „Künstlernachwuchs“ in der ländlichen Region gesichert werden. 

 

Hilfe und Unterstützung durch Fachleute

Was sich zu Beginn schön anhört, zeigt sich in der Realität oft schwer durchsetzbar. So ist es wichtig, zu oben genannten Projektideen Menschen mit der nötigen Erfahrung hinzuzuziehen. So könnten Sozialarbeiter, Betreuer einer Jugendgruppe, Lehrer und Erzieher einen wesentlichen Beitrag und Unterstützung bei Projekten leisten, wo es um das Auffangen von Menschen in prekären Lebenssituationen geht. Entweder durch persönliche Begleitung oder durch Anregungen und Gedankenaustausch kann hier die Erfahrung weitergegeben werden.

 

Zusammenarbeit mit anderen Vereinen

Angestrebt wird ein Austausch mit den Kunstvereinen und Künstlervereinigungen der umliegenden Gemeinden. Von Kunstvereinen unterscheiden wir uns darin, dass wir neben einem kulturellen Angebot eine über die Künstlerszene hinweggreifende Arbeit anstreben, die gemeinsame kreative Arbeit im Blick halten und auch Bildung, und Projekte anbieten wollen. Wir haben nicht den Anspruch, die Kunst als solches zu fördern, sondern hier steht das Miteinander im Fokus. Wir verstehen uns nicht als rein intellektuellen Kunstkreis, sondern als starkes und aktives Bindeglied zu den Morsbacher Bürgern, seinen Vereinen, seiner Politik und seiner Wirtschaft. Da es bekanntlich gute Verbindungen durch den Partnerschaftsverein Milli la Foret zur französischen Kunstszene gibt, liegt uns auch hier eine Zusammenarbeit sehr am Herzen.

 

Künstler und Kreative aus ihren Verstecken holen

Es gibt Talente und Fähigkeiten, die wollen entdeckt und gefördert werden. Fördern soll in diesem Fall bedeuten, den kreativen Menschen eine Plattform zu bieten, die Arbeit einerseits öffentlich zu zeigen, andererseits sollen Ideen entwickelt werden, diese Fähigkeiten nutzbar zu machen. Hier spielt die Vernetzung unter den Künstlern und Kreativen aber auch zur Gemeinde eine große Rolle. Morsbach braucht vielleicht etwas ganz Neues, eine außergewöhnliche Idee, einen kreativen Lösungsweg, geschickte Hände und den Mut zu Visionen? Wir wissen, wo all das zu finden ist. Wir wollen einen Ressourcenpool entwickeln auf den man im Bedarfsfalle zugreifen kann. Für eine Gemeinde kann das eine enorme Bereicherung sein.

 

Inklusion und Integration

Inklusion ist ein Menschenrecht und Integration die erste Voraussetzung um dabei sein zu können. Beides haben wir uns groß auf die Fahne geschrieben. Die Begriffe sind nicht unser Ziel, sondern in unserem Gedankengut und Konzept längst vorhanden. Die Ziele liegen in den Ergebnissen unserer gemeinsamen Arbeit.

 

Kulturelles und soziales Angebot

Natürlich dürfen Veranstaltungen unterschiedlichster Art nicht fehlen und die Kunstausstellungen spielen hier eine tragende Rolle. Lesungen, Musik, Vorträge oder Kabarett, Märkte oder die Beteiligung an Morsbacher Großveranstaltungen stehen auf dem Plan.  

Wir stehen ganz am Anfang und noch ist das meiste in weiter Ferne, doch wir sind auf dem Weg...

 

Nadja Maria Schwendemann

1. Vorsitzende